Die Estnische Ostseeinsel

Trotzdem das Baltikum als Reiseziel noch nicht auf Platz 1 der beliebtesten Ziele für eine Urlaubsreise steht, entscheiden sich immer mehr Touristen Stopps auf den estnischen Ostseeinseln, aber auch auf dem estnischen Festland einzulegen.

Zu den aufstrebenden Reisezielen Europas gehört aber nicht nur Estland. Auch Lettland und Litauen werden immer berühmter und beliebter.

Auch diverse Kreuzfahrten oder geführte Rundreisen führen über die Ostsee durch das Baltikum und bieten den Reisenden einen hervorragenden Eindruck von den natürlichen und eindrucksvollen estnischen Ostseeinseln.


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Wirtschaftlich, kulturell sowie auch landschaftlich ist das nördliche Baltikum stark von der Ostsee geprägt. Viele Bewohner an der Küste leben vom Fischfang und vom Tourismus, wobei der Tourismus in den letzten Jahren deutlich die Oberhand gewonnen hat.

Auf dem Festland und auch auf den estnischen Ostseeinseln ist der geschichtliche Hintergrund sehr präsent, so findet man noch immer mittelalterliche Gebäude und regelmäßige Mittelaltermärkte.

Eine Reise durch das Baltikum und seine Inseln

Das gesamte Baltikum umgibt eine mystische Atmosphäre. Viele Legenden und Geschichten, wie die der weißen Frau, finden in den baltischen Ländern, vor allem aber auch in Estland statt.

Mystische Hügel, dunkle Wälder und plätschernde Wasserfälle unterstreichen diese Atmosphäre. Architektonische Kunstwerke verteilen sich überall im Land, besonders in den großen Städten wie Tallinn oder in Riga, der Hauptstadt Lettlands.

Doch trotz der oft altmodischen und rustikal wirkenden Erscheinung der estnischen Region ist Estland mit seinen Ostseeinseln technisch hochmodern. So besitzen so gut wie alle Einwohner des Landes ein Handy, das Parlament ist das erste papierfreie der Welt und durch Tallinn fährt man mit selbstfahrenden Bussen.

Als beste Reisezeit für einen Baltikum Urlaub gelten die Monate Juni – August, aber auch im Frühjahr sowie im Herbst ist das Baltikum ein beliebtes und sehenswertes Reiseziel. Wobei in Estland mit um die 20°C im Sommer keine typisch europäischen Sommertemperaturen erreicht werden.

Die Essenskultur in Estland

Die Essenskultur auf dem Festland aber auch auf den estnischen Ostseeinseln ist sehr herzhaft und deftig. Das typische estnische Essen ist nicht besonders leicht, sondern eher bodenständig und schwer.

In der Kochkultur findet man häufig auch die Geschichte des Landes, bis ins Mittelalter, wieder. Ganz oben auf der Speisekarte stehen meist Schwein mit Sauerkraut.

Die „Armeleuteküche“ wurde über die Jahre perfektioniert und wird heutzutage auch gerne von Ausländischen Besuchern und Touristen gegessen. Milchprodukte, Eier und Kartoffeln werden oft verarbeitet Ein durchaus traditionelles Gericht ist das Kamamehl.

Kamamehl ist ein estnischer Brei aus Getreide und Erbsen und wird noch heute als Nachtisch beispielsweise mit Schokolade gegessen.

Je näher man der Küste kommt, desto häufiger wird man Fischgerichte ganz oben auf der Speisekarte finden. Ein typisches Gericht ist zum Beispiel Salzhering mit gekochten Kartoffeln, saurer Sahne und Zwiebelringen.


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Auch zum Frühstück wird bereits gerne warm gegessen. Egal ob Kartoffelpuffer, Pfannkuchen oder Rührei. Der in Estland zubereitete Kaffee wird meist sehr stark serviert.

Das Pulver wird direkt in der Tasse aufgebrüht. In Estland werden auch gerne eigene alkoholische Getränke hergestellt. Neben Vodka auch gerne Kräuterschnaps und Bier. Touristen kaufen diese gerne als Souvenir für ihre Heimat.

Informationen zu Estland

Die Festlandküste Estlands ist rund 600km lang, die estnischen Ostseeinseln umfassen insgesamt 2.222 Inseln, von denen nur 19 Inseln bewohnbar sind. Kleinere Inseln liegen außerdem auch unter anderem in Seen und Flüssen. Während hauptsächlich die vielen kleinen Inseln nicht bewohnbar sind, ist dort die Natur nach wie vor unberührt, was zu einer vielfältigen und gut erhaltenen Natur- und Tierwelt führt.

In gesamt Estland, einschließlich der estnischen Inseln, findet man zahlreiche Naturschutzgebiete und diverse Nationalparks.

Das Naturschutzgebiet Endla wurde für die charakteristischen Moore und Moorinseln errichtet.

Der Nationalpark Karula wird zur Erhaltung der estländischen Natur und der Wiederherstellung einer nachhaltigen Lebensweise genutzt.

Der Nationalpark ist Seenreich und zeichnet sich durch schlammige Seen und die dort vorkommenden Pflanzen und die hügelige Landschaft aus.

Dass die Natur und die Erhaltung ebendieser eine große Rolle in Estland und auf den estländischen Ostseeinseln spielt, zeigt auch die Naturschule in Soomaa. Hier werden Ausflüge, Kurse und Workshops für Groß und Klein angeboten.


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Auch die Tierwelt des Landes ist überaus vielfältig. In den vielen estnischen Wäldern tummeln sich Rehe, Hirsche, Füchse und Hasen, Aber auch große Tiere wie Wölfe oder Braunbären findet man dort. An der Ostsee findet man unzählige Möwen oder auch Schelladler.

Die landschaftliche Prägung von Estland und den dazugehörigen Ostseeinseln ist vor allem durch die Ostsee und die Eiszeit geprägt. Möchte man also einen Natururlaub machen und trotzdem etwas erleben und sich von der Atmosphäre verzaubern lassen, ist Estland die beste Wahl.

Saaremaa – die Größte Estnische Ostseeinsel von allen

Die estnische Ostseeinsel Saaremaa ist mit rund 2672 km² und ca. 36.000 Einwohner die größte estnische Insel. Die außergewöhnliche und vor allem vielseitige Flora und Fauna der Insel ziehen vor allem Naturfreunde an. Auf Lernpfaden des Naturschutzgebietes Viidumäe können sie die Tier- und Pflanzenwelt erkunden. Viele kleine Holzhäuser stehen für den Tourismus zur Verfügung.

Die einzige Stadt und Kurort der Ostseeinsel Saaremaa heißt Kuressaare und liegt an der südlichen Küste der Insel.

In der Fußgängerzone der Stadt gibt es unterschiedliche Cafés und Restaurants, die zum Verweilen einladen.

Bewegt man sich weiter in Richtung Strand findet man das imposante Kurhaus der Stadt sowie die Burg von Karessaare, die Bischofsburg.

Diese wurde bereits im Mittelalter errichtet und ist eine der besterhaltenen des gesamten Baltikums. Um die Burg herum liegt ein großer mit Wasser gefüllter Burggraben. Auf der Ostseeinsel findet man diverse mittelalterliche Gebäude, wie zum Beisiel das Waagehaus, das Ritterschaftshaus oder auch die Laurentiuskirche, die von Touristen gerne besucht werden.

Die meisten von ihnen sind trotz ihres Alters noch sehr gut erhalten.

Im Aavik-Museum, welches der Familie Aavik gewidmet ist, erfährt man vieles über die Familiengeschichte, allen voran über das Familien Oberhaupt Johannes Aavik. Aavik war maßgeblich an der Erschaffung der heutigen estnischen Sprache beteiligt.

Neben Johannes Aavik gibt es im estnischen Museum auch eine Ausstellung, welchem dem Musikpädagogen und Organisten Joosep Aavik gewidmet ist. Die gesamte Ausstellung finde man im gut erhaltenen und ursprünglichen Haus der Aaviks.


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Bereits im 19. Jahrhundert kamen viele Verwundete des Krimkrieges in den Ort der Insel. Die berühmten Schlammbäder unterstützten die medizinische Rehabilitation der Kämpfer. Die estnische Ostseeinsel Saaremaa überzeugt mit ihrer Stille, den freundlichen aber auch zurückgezogen lebenden Einheimischen und dem Frieden, der über der gesamten Insel liegt.

Hiiumaa / Dagoe – ein Teil der Moonsund Inseln

Hiiumaa, oder auf Deutsch und schwedisch auch Dagoe genannt, liegt als estnische Insel in der Ostsee und gehört zur Inselgruppe Moonsund. Die estnische Ostseeinsel Hiiumaa liegt im nördlichen Teil der Ostsee und ist die zweitgrößte Insel der estnischen Ostsee. Nur 40% der Insel sind nicht bewaldet, damit zählt die Insel zu den waldreichsten Regionen des gesamten Estlands. Die restliche Fläche der Insel besteht zu einem großen Teil aus Sümpfen und Seen.

Die Insel verzichtet weitestgehend auf Autoverkehr und wickelt den gesamten Verkehr ausschließlich mit Bussen ab. Außerdem besteht eine Fährverbindung zur Nachbarinsel Saaremaa und eine Flugverbindung zur estnischen Hauptstadt Tallinn. Während besonders kalten Wintern kann die Insel über die längste Eisstraße Europas, also die gefrorene Ostsee, erreicht werden.


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Urlauber werden vor allem durch die unberührte Natur und die historischen Gebäude verzaubert. Das gesamte Jahr über freut sich die Ostseeinsel über den Tourismus. Sportinteressierte besuchen die Insel Hiiumaa um zu surfen oder zu segeln.

Die berühmteste Sehenswürdigkeit der Insel ist der Leuchtturm, welcher der weltweit drittälteste Leuchtturm ist und welcher auch aktuell noch aktiv ist. Der Leuchtturm an sich ist 36m hoch und ist, untypisch für einen Leuchtturm, quadratisch.

Das Erholungsgebiet auf der estnischen Ostseeinsel Hiiumaa bietet den Touristen die Möglichkeit sich über Urlaube im Wald und am Strand zu informieren. Außerdem gibt es eine Fotoausstellung über die vielfältige Natur der Insel.

Pärnu - die Sommerhauptstadt Estlands

Die estnische Hafenstadt ist bekannt für seinen ca. 3 Kilometer langen Sandstrand und wurde bereits 1251 gegründet. Ebenso ist das angenehme Klima auf der Insel für den Tourismus von Bedeutung und machen die estnische Ostseeinsel zu einem beliebten Kur- und Badeort.

Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Ostseeinsel gehören unter anderem das 1797 gebaute Rathaus im klassizistischen Stil.

Das älteste Gebäude der Stadt, der rote Turm, ist ebenfalls ein Touristenhotspot und stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Er ist ein Teil der Stadtburg und diente in der Vergangenheit Gefängnisturm.

Noch heute sind die Räumlichkeiten gut erhalten und werden für unterschiedliche Zwecke genutzt.

 

Auch die Katharina-Kirche zählt als wichtige religiöse Anlaufstelle zu einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Insel.

In dem Museum of Modern Art findet man heute über 400 Ausstellungsstücke, unter denen sich unter anderem Werke von Pablo Picasso befinden.

Mohni - Eine estnische Ostseeinsel

Die estnische Ostseeinsel Mohni liegt vor der Nordküste Estlands am Finnischen Meerbusen und ist zur Hälfte bewaldet.

Die aktuelle Einwohnerzahl beträgt 2. Die kleine Insel ist ebenfalls ein Teil des Nationalpark Lahemaa, welcher damals der erste Nationalpark der Sowjetunion war.

Ein besonders beliebtes Reiseziel ist heute der Leuchtturm von Mohni. Dieser zierte bereits 2001 eine Reihe von Briefmarken.

Kihnu – ein Teil des UNESCO Welterbes in der Ostsee

Im Rigaischen Meerbusen liegt die Insel Kihnu, welche besonders als Insel der Fischer und Seefahrer bekannt ist. Auf der estnischen Insel leben nur um die 700 Bewohner, welche sich auf insgesamt 4 Dörfer verteilen.

Zur Insel gehören außerdem noch einige Kleinstinseln, die allesamt unbewohnt sind. Durch die geringe Einwohnerzahl gilt die estnische Ostseeinsel als sehr gemeinschaftlich, die alten Traditionen werden gewahrt. Verbunden sind die Einheimischen besonders durch die traditionellen Lieder und Tänze.


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Touristen können diese besonderen Traditionen vor allem an den estnischen Feiertagen erleben und beiwohnen. Im Kihnu Museum auf der estnischen Insel kann man mehr über die Traditionen und Geschichte der Insel erfahren, unter anderem auch über den bekannten Kapitän Kihnu Jonn.

Auf dem Bauernhof Metsamaa der Insel Kihnu kann man das Inselleben hautnah erleben. Möchte man in seinem Inselurlaub direkt mehr von der Insel sehen, bieten sich Rundfahrten über die estnische Insel an. Die Rundreise kann sowohl zu Fuß als auch mit dem Auto oder dem Fahrrad, welche man direkt vor Ort leihen kann, unternommen werden.

Im Sommer kann man auf Märkten diverse Handwerkskünste und heimisches Essen erwerben. Im Winter hingegen kann die estnische Insel Kihnu bei den entsprechenden Temperaturen über die Eisstraße auf der Ostsee erreicht werden.

Man merkt, Estland ist ein aufregendes Land, egal ob auf dem Festland oder auf den estnischen Ostseeinseln. Nichts ähnelt dem anderen. Ob im Baltikum Urlaub mit der gesamten Familie oder bei einem Wochenendausflug mit Freunden – langweilig wird es mit Sicherheit nicht.

Haapslu - das Venedig des Nordens

Ist keine estnische Insel, sondern ein Ort an der Westküste des Landes, ein Kurort und für das recht milde Klima bekannt. Der Namenszusatz „Venedig des Nordens“ ergibt sich aus den Wasserläufen der Stadt. In Haapslu findet man den längsten überdachten Bahnsteig Europas.

Von dort erreichte man viele Teile des Landes, unter anderem die estnische Hauptstadt Tallinn. Heute gibt es dort im Bahndamm einen Gesundheitsweg, über den man den Ort Riisipere zum Beispiel mit dem Fahrrad erreichen kann.

Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Bischofsburg ist ein sehr gut erhaltenes, mittelalterliches Gebäude. Die Räumlichkeiten der Burg werden auch heute noch genutzt, unter anderem als Museum. Den Uhrturm kann man von innen beklettern und erhält, oben angekommen, einen wunderschönen Ausblick über die estnische Stadt Haapslu.

Für eine Wellnessbehandlung mit dem berühmten Heilschlamm kommen jährlich sowohl einheimische als auch Touristen in den Küstenort. Entdeckt wurde der heilende Schlamm vom Militärarzt Dr. Carl Abraham Hunnius, welcher in der estnischen Stadt bereits damals eine Moorbadeanstalt eröffnete.

Besonders im Sommer erwacht der Kurort und lädt Touristen zu diversen Veranstaltungen aber auch Festivals ein. Durch die Buchten kann sich das Meerwasser schneller erwärmen, was den ganzen Sommer über für angenehm warmes Badewasser sorgt.

Bei Familien mit Kindern ist besonders Ilons Wunderland sehr beliebt. Hier können von Mai bis August die Werke von Ilon Wikland, der für die Illustrationen der Astrid Lindgren Werke bekannt ist, besichtigt werden.

Neben der Ausstellung kann man aber auch selber aktiv werden und sich in der Schauspielkunst, Stelzenlaufen oder dem Fischfang testen. Die romantische Altstadt und die Promenade laden zu Spaziergängen ein und bekommen durch die mittelalterlichen Gebäude ein besonderes Flair.

Tartu – das akademische Zentrum

Die zweitgrößte und älteste Stadt Estlands, Tartu, liegt im Osten des Landes und gilt als Studentenstadt und akademisches Zentrum des Landes. In der gesamten Stadt verteilt gibt es diverse Universitätsgebäude, die zur Universität Tartu gehören.

Die dortige Universität ist die erste, älteste sowie größte Estlands. Wer sich auf einer kulturellen Reise durch das Land befindet, sollte sich in Tartu das estnische Nationalmuseum sowie das estnische Literaturmuseum nicht entgehen lassen. 

Hier findet man alles rund um die estnische Volkskultur und die ländlichen Wurzeln Estlands. Die umfassende Geschichte und die traditionelle Lebensweise Estlands werden den Besuchern hier in imposanten Ausstellungen nähergebracht. In den Hallen finden häufig Veranstaltungen, Vorlesungen und Tagungen statt. Nicht umsonst, wurde Tartu im Jahre 2019 als Kulturhauptstadt Europas ausgewählt.


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Aber auch die sehenswerte Altstadt, samt Rathaus und Einkaufsstraßen, zieht immer wieder Touristen an und lädt zum Verweilen ein. Neben all diesen Aspekten ist die Stadt auch für ihr pulsierendes Nachtleben bekannt, wo häufig Studentenpartys gefeiert werden.

Möchte man den Tag lieber ruhig genießen bietet sich ein Ausflug in den Pigorow-Park an, welcher nach Nikolai Pigorow benannt wurde und gleich hinter dem Rathaus angelegt ist. An sich ist die Stadt sehr kompakt, alles ist so gut wie an einem Fleck in der Stadt zu finden. Im Rahmen eines Tagesausfluges kann die Stadt Tartu also gut erkundet werden.